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"They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck,and Hitler is going to end up as a piece of cheese."

 

 

« Der Gott des Gemetzels » von Yasmina Reza

Aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

Rechte: Felix Bloch Erben

 

Nach drei ausverkauften Vorstellungen wieder da! Wir freuen uns auf Euch!

Special: Rum und Clafoutis in der Pause!

 

Die Autorin 

Einen abgründigen und zugleich gütigen Blick ins Leben gutverdienender Mittvierziger tun, sodass wir wir vor Lachen vergessen, dass wir ja diejenigen sind, die hier vorgeführt werden - das kann Yasmina Reza wie keine Zweite.

Yasmina Reza wurde 1959 in Paris geboren. Ihre Mutter war eine ungarische Violinistin, ihr Vater ein iranisch-russischer Ingenieur. 

Sie wuchs in einer großbürgerlichen Atmosphäre in Paris auf, in der die Liebe zur Musik eine wichtige Rolle spielte.

Nach ihrem Schauspielstudium - zunächst an der Universität Paris X, später an der internationalen Theaterschule Jacques Lecoq - hatte Reza zahlreiche Engagements an französischen Bühnen. 1987 begann sie, Stücke zu schreiben

Ihr bekanntestes Theaterstück,« Kunst »,1994, brachte Ihr den Durchbruch, Weltruhm und zahllose Preise.

Das Stück « Der Gott des Gemetzels », 2006 in Zürich uraufgeführt, bekam durch die Verfilmung in der Regie von Roman Polanski 2011, über die Bühne hinaus einen grossen Wirkungskreis.

Vielleicht hängt Yasmina Rezas Treffsicherheit in der Beschreibung bourgeoiser Lebensentwürfe, ihre Freude an den kleinen und grossen Katastrophen der gehobenen Gesellschaft mit ihren Wurzeln im Theater zusammen.

Als Schauspielerin bei Jacques Lecoq ausgebildet, beschreibt sie ihre Arbeitsweise im Schreiben als Entdeckungsfahrt, als vom Intellekt befreites Verfolgen der Wege ihrer Figuren.

 

Die Handlung

Nach einem Schulhof-Streit kehrt Bruno verstört nach Hause zurück, blutend, in seiner Hand seine beiden Schneidezähne. 

Sofort nach der medizinischen Versorgung entschliessen sich die besorgten Eltern, den schuldigen Mitschüler zur Rede zu stellen. Auf ihr Drängen hin wird der Tat-Hergang von Bruno wiederwillig erzählt. 

Überraschen schnell lässt sich ein Treffen mit den Eltern des betreffenden Jungen arrangieren - die Versicherung braucht schliesslich eine klare Beschreibung des Vorgangs. 

Aufgeräumt, ernsthaft und mit den besten Vorsätzen, den Konflikt gütlich beizulegen, treffen die beiden Paare also am Nachmittag desselben Tages aufeinander.

Was folgt, ist eine gnadenlose Dekonstruktion der bürgerlichen Fassade in kleinen Schritten. 

Aus « eine gute Figur machen », « bella figura », wird der erbarmungslose Kontrollverlust im Kampf Aller gegen Alle.

 

Das Ensemble

Das  «theater collectiv berlin», gegründet 2025, hat als Ausgangspunkt den Ensemble-Gedanken. Die Wurzeln des «theater collectiv berlin» liegen in der Schauspiel-Methode Michael Tschechows. 

Es spielten:
Laura Cameron Wilkinson, Ines Chop, Nelson Farber, Martin Möhring

Regie-Assistenz: Laura Cameron Wilkinson, Roman Wedemeier

Regie: Stefan Lenz

 

Eintritt: 15 €