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"They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck,and Hitler is going to end up as a piece of cheese."

 

 

DEFA 80! mit den Banalen Tage

Es geht um die ehemalige Ufa, das Studio Babelsberg, das Hollywood Deutschlands, welches am 17. Mai 1946 unter dem Namen DEFA in der sowjetischen Besatzungszone und etwas später in der DDR wieder zu produzieren begann.

"Die Mörder sind unter uns", hieß der erste Film: Eine schonungslose Aufarbeitung dessen, was im Namen Deutschlands kurz zuvor geschehen war.

In den 44 Jahren seiner Existenz, ist das Studio diesem Credo treu geblieben:

"Die Verlobte", "Der Aufenthalt", "Ich war 19", "Jakob der Lügner" sind nur einige Filme, die es ohne die DEFA und die DDR nie gegeben hätte.

Ein Höhpunkt der Filmproduktion mit wirklichen, Kleine-Leute Menschen, in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs, gelang 1965 mit Filmen wie "Jahrgang 45", "Spur der Steine", "Das Kanninchen bin ich".

Leider war der Vorstoß ins Epizentrum der Konflikte für manche Funktionäre mit zu viel Schmerz verbunden, weshalb dieser Jahrgang, sehr zum Schaden aller Beteiligten (auch für die Zuschauer!), im Keller verschwand.

Doch die Filme haben überdauert und gehören zum Besten, was in dem kleineren, deutschen Staat produziert wurde.

Als wir 1988 mit der Entwicklung des Drehbuches auf der Grundlage des noch nicht veröffentlichten Manuskriptes “Banale Tage” von Michael Sollorz begannen, hatten die manipulierten Wahlen zur Volkskammer gerade stattgefunden.

Als der Film 1991 ins Kino kam, existierte das Land von und für das der Film gedreht wurde nicht mehr. Es gab genau drei Aufführungen nach drei Jahren Arbeit.

Inzwischen hatte ich als Dramaturg bei der DEFA meinen blauen Brief bekommen. Niemand (außer Saarbrücken) hat sich für unsere Arbeit interessiert, bis sich die Berlinale 2025 der Banalen Tage erinnerte.

Der Film, ein Dokument des Zerfalls, ist noch zu besichtigen. Und er bekommt durch seine sperrige, gerade Art eine merkwürdige Aktualität. Ein Antifilm in einer Zeit voller Fragezeichen und dunklen Erwartungen.

Wie sich doch die Zeiten nicht ändern.

Im Anschluss an den Film gibt es ein Q&A mit dem Dramaturgen Timothy Grossman

Länge: 92 min.

80 Jahre DEFA: Banale Tage

WIR FEIERN am 17.05. 80 Jahre DEFA mit:

80 Jahre DEFA: Banale Tage, DDR 1990, R: Peter Welz mit Florian Lukas, Christian Kuchenbuch, Kurt Naumann, 92 Min Eintritt frei,

Im Anschluss Q&A mit Timothy Grossman (Dramaturg des Films)

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