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"They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck,and Hitler is going to end up as a piece of cheese."

 

 

Tod eines Bürokraten – La muerte de un burócrata

Regie: Tomás Gutierrez Alea, Kuba 1966, 84 min.; Musik: Leo Brouwer, mit: Salvador Wood, Silvia Planas Manuel Estanillo; OmeU

Mit dieser satirisch-kritischen Komödie voller spritziger Ideen begründete das selbstkritische kubanische Kino in den 1960er Jahren seinen Ruhm in Europa. Der Film von T.G. Alea - hierzulande berühmt durch „Erdbeer und Schokolade“ - ist nicht nur ein Kommentar zur sich ausbreitenden Bürokratie in Kuba, sondern auch eine Verneigung vor den großen Filmkomikern: Harold Lloyd, Charles Chaplin, Laurel und Hardy, aber auch vor dem surrealistischen Kino eines Luis Buñuel.

Paco, ein proletarischer Bildhauer, fällt in das Räderwerk einer selbst erfundenen Maschine, deren einzige Aufgabe es ist, pathetische Gedenkbüsten zu produzieren. Nach seinem Tod ehren ihn die Genossen damit, dass sie ihm sein Arbeitsbuch mit ins Grab legen. Doch ohne dieses Buch kann die Witwe keinen Rentenantrag stellen. Und eine Exhumierung ist nur nach zweijähriger Wartefrist möglich. So entschliesst sich Pacos Neffe, den Onkel heimlich auszugraben. Doch um ihn erneut unter die Erde zu bringen, braucht die Familie einen ordnungsgemässen Exhumierungsbescheid. Alles, was die Witwe und ihr Neffe Juan zur Wiederbeschaffung des Arbeitsausweises und schließlich zur erneuten Beerdigung des Verstorbenen anstellen, gerät aufgrund der bürokratischen Verwaltung zur Groteske. Was bleibt da anderes übrig, als den damit befassten Bürokraten selbst umzubringen: Von Alpträumen geplagt, erwürgt der Neffe seinen Peiniger und landet im Irrenhaus, während der Bürokrat in einem monströsen Trauerzug zur letzten Ruhestätte geleitet wird.

 "Was uns sympathisch erscheint, ist, dass ein politisches System eine Selbstkritik mit soviel Sinn für Humor betreibt"(Guy Gauthier über das Werk von T.G. Alea; Image et Son, Paris). "Revolutionäre sind sehr ernsthafte Menschen. Kubaner nicht, sagen Sie? Das stimmt" (Lettres françaises).

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