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Wim & Jim: Falsche Bewegung [Wrong Move] [OmeU], D, 1975, R: Wim Wenders mit Nastassja Kinski, Hanna Schygulla, Rüdiger Vogler, 103 Min

Glückstadt im Norden Deutschlands, Bonn, ein Schloss am Rhein, eine Vorortsiedlung von Frankfurt und schließlich die Zugspitze, das sind Stationen einer Reise, von der sich der junge Wilhelm Meister (Rüdiger Vogler) erhofft, dass sie ihn von der dumpfen Gereiztheit und Mutlosigkeit erlöst, die ihn in seiner Heimatstadt bedrückt haben. In der Fremde glaubt er, das tun zu können, wozu er schon immer einen unbezähmbaren Drang verspürt, nämlich zu schreiben: Er will Schriftsteller werden. Von seiner Reise, auf die ihn seine Mutter (Marianne Hoppe) entlässt, erhofft er sich die Erweiterung seines Horizonts, vor allem aber: sich selbst zu finden.

In Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre”, auf dem das Drehbuch von Peter Handke basiert, war eine solche Reise noch eine „richtige Bewegung”. In der Literatur des 19. Jahrhunderts, vor allem im deutschen Entwicklungsroman, ist der Topos der Reise immer verbunden mit anhaltender Veränderung und Erfahrung. Reisen ist gleichbedeutend mit der erfolgreichen Suche nach der eigenen Identität.

Aber der Wilhelm aus „Falsche Bewegung” muss schmerzhaft erleben, dass eine Reise allein heute nicht mehr zum ersehnten Ziel führt. Sein Weg führt ihn in ein einziges Scheitern, an sich selbst und auch an allen Personen, die er unterwegs trifft, den Straßensänger Laertes (Hans Christian Blech), der mit seiner Nazi-Vergangenheit kämpft, das stumme Mädchen Mignon (Nastassja Kinski in ihrer ersten Rolle), den Dichter (Peter Kern) oder die Schauspielerin Therese (Hanna Schygulla).

ENGL.

Glückstadt in northern Germany, Bonn, a palace along the Rhine, a housing project on the outskirts of Frankfurt and finally the Zugspitze—these are the stations of the journey that the young Wilhelm Meister (Rüdiger Vogler) hopes will save him from the gloomy irritability and despondency that plague him in his home town. In unfamiliar places, he thinks that he will be able to do what he has always had an uncontrollable drive to do—to write. He wants to become an author. With the journey, which his mother (Marianne Hoppe) gives him permission to make, he hopes to broaden his horizons and, above all, to find himself.

In Goethe’s novel “Wilhelm Meister’s Apprenticeship”, which provided the source material for Peter Handke’s script, a journey of this kind was still a “genuine movement.” In the literature of the 19th century, particularly in the German bildungsroman, the topos of the journey is always linked to lastingly significant changes and experiences. Traveling is synonymous with the successful search for one’s own identity.

But the Wilhelm of WRONG MOVE must arrive at the painful recognition that—today—a journey alone no longer leads to the desired goal. His path leads him into an unbroken series of failures, through his own fault and that of all the people he meets on his way: the street singer Laertes (Hans Christian Blech) struggling with his Nazi past, the mute girl Mignon (Nastassja Kinski in her first role), the poet (Peter Kern), and the actress Therese (Hanna Schygulla).

(wimwendersstiftung.de)

Trailer:

 

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