USA 2018, R: Heather Lenz mit Yayoi Kusama, 77 Min, OmU (Englisch, Japanisch)

Andy Warhol und Claes Oldenburg schätzten sie – so sehr, dass sie Elemente ihrer avantgardistischen Kunst kopierten und damit Erfolg selbst hatten. Doch bis die japanische Künstlerin Yayoi Kusama (* 22. März 1929) mit ihren radikalen, künstlerischen Visionen selbst weltweite Aufmerksamkeit erlangte, musste sie unzählige Hürden überwinden. Anfang der 1950er Jahre wagte sie ohne Beziehungen und mit gebrochenem Englisch den Sprung aus dem konservativen Japan nach New York. Dort traf sie auf eine männerdominierte Kunstszene: Für Frauen gab es höchstens Gruppenausstellungen, eine Einzelausstellung war männlichen Künstlern vorbehalten. Das Trauma, während des Zweiten Weltkriegs in Japan aufzuwachsen, das Leben in einer dysfunktionalen Familie, Sexismus und Rassismus im Kunstbetrieb und nicht zuletzt eine psychische Erkrankung machten sie stets zur Außenseiterin. Allerdings mit enormen avantgardistischen Potential und großer Medienwirksamkeit: Mit ihren „Infinity Nets“ und „Infinity Mirror Rooms“, mit öffentlichen Nacktperformances gegen den Vietnamkrieg, mit der als Happening gefeierten ersten Hochzeit von Homosexuellen, lange bevor dies legal wurde.

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