Festveranstaltung der EKW: Nach einem Jahr, DDR 1987, R: Winfried Junge, 15 Min,
Der tapfere Schulschwänzer, DDR 1967, R: Winfried Junge mit André Kallenbach, Hartmut Tietz, Günter Ott , 67 Min
In Anwesenheit: André Kallenbach, Barbara und Winfried Junge und Peter Gotthardt
Anschließend Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an das Regisseur-Ehepaar
Barbara und Winfried Junge der Europäischen Kulturwerkstatt Berlin-Wien (EKW) durch Sibylle Prinzessin von Preußen, Laudation F.B. Habel
Der tapfere Schulschwänzer (DEFA 1967)
wurde 1967 in Berlin zwischen Schönhauser Allee, Alexanderplatz und Fischerinsel gedreht. Es war die einzige Spielfilmregie des Dokumentarfilmers Winfried Junge. An der Kamera stand Claus Neumann und die Filmmusik schrieb Peter Gotthardt, der 1973 mit „Die Legende von Paul und Paula“ berühmt wurde. Die Hauptrolle eines phantasiebegabten Zwölfjährigen, der den Schulbeginn verträumt und dabei ein Feuer in einem Wohnhaus zu löschen hilft, spielte André Kallenbach, der später als Werbefachmann arbeitete.
Winfried Junge
Berliner vom Jahrgang 1935, Lehrerstudium an der Humboldt-Universität, Wechsel zur Filmhochschule Potsdam-Babelsberg, die er 1958 als Diplom-Filmdramaturg verließ, publizistische Arbeit für Zeitschriften wie „Forum“ und „Die Weltbühne“, ab 1961 die Reihe der Chronik der Kinder von Golzow, die bis in die 2000er Jahre in 18 Filmen fortgesetzt wurde und damit die umfangreichste Langzeitbeobachtung der Filmgeschichte ist. Insgesamt hat Junge 52 Dokumentarfilme zu verschiedenen Themen gedreht.
Barbara Junge,
geborene Becher, wurde 1943 in Neunhofen in Thüringen geboren. Nach einer Lehre als Schriftsetzerin studierte sie in Leipzig Sprachen, kam als Dolmetscherin zum DEFA-Dokumentarfilmstudio nach Berlin, wo sie Winfried Junge kennenlernte und 1978 zunächst als Archivarin beim Golzow-Projekt mitarbeitete, ehe sie Ko-Regisseurin des Golzow-Projekts und weiterer Filme von Winfried Junge wurde.